Ca. 35 Kilometer südlich von Salzburg, hoch über der Festung Hohenwerfen, befindet sich auf 1.640 Metern Höhe der Eingang in die Eisriesenwelt, einer der größten Eishöhlen der Welt. 

Entdeckt wurde die Eishöhle im Jahr 1879.

Die Höhle führt 42 Kilometer in den Berg, für die Besucher ist jedoch nur der erste Kilometer zugänglich. – Und auch nur in diesem Bereich ist die Höhle vereist. Ca. 700 Treppen führen den Besucher durch das Eis die Höhle hinauf.

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Eisriesenwelt

Besuch

Vom – bereits hoch gelegenen – Parkplatz führt ein Weg (Gehzeit ca. 20 Minuten) zur Seilbahn. Diese bringt den Besucher von 1.080 Meter zum Dr. Ödl-Haus (Restaurant-Betrieb) auf 1.575 Meter Höhe. Und von dort führt ein Fußweg weiter zum Höheneingang, Gehzeit wiederum ca. 20 Minuten. Vom Weg aus sowie vom Höhleneingang bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf das Salzachtal in der Tiefe samt der Festung Hohenwerfen und auf die Bergwelt des Salzburger Landes.

Die Höhle ist jeweils von ca. Ende April bis Ende Oktober geöffnet. Im Winter ist ein Zugang zur Höhle angesichts der Schneemassen und wegen der Lawinen-Gefahr nicht möglich.

In der Höhle liegt die Temperatur meist unter 0 Grad Celsius, eine warme Bekleidung in der Höhle ist daher notwendig.

Zeitdauer:

Die Führungen in der Höhle dauern in etwa eine Stunde und 15 Minuten. Insgesamt sind für den Besuch der Eisriesenwelt zumindest 3 Stunden einzuplanen.

Öffnungszeiten:

  • Juli bis August:
    Kassa: 08:00 bis 16:00 Uhr, letzte Führung: 16:45 Uhr;
    letzte Bergfahrt der Seilbahn um 16:20 Uhr, letzte Talfahrt um 18:00 Uhr
  • sonstige Zeit:
    Kassa: 08:00 bis 15:00 Uhr, letzte Führung: 15:45 Uhr;
    letzte Bergfahrt der Seilbahn um 15:20 Uhr, letzte Talfahrt um 17:00 Uhr

Preise:

Besuch der Höhle inklusive der Seilbahn:

  • Erwachsene: EUR 24,–
  • Jugendliche (15 bis 18 Jahre): EUR 18,–
  • Kinder (5 bis 14 Jahre): EUR 14,–

Für Familien gibt es Sondertarife:
zum Beispiel 1 Erwachsener und ein Kind EUR 34,00 oder 2 Erwachsene und zwei Kinder EUR 66,–

Für Gruppen ab 20 Personen gibt es eine Ermäßigung.

Details zu den Preisen finden Sie hier.

Kondition:

Für den Besuch der Höhle ist ein Mindestmaß an Kondition erforderlich. 
Für den stetig ansteigenden Weg vom Parkplatz zur Seilbahn ist eine Gehzeit von ca. 20 Minuten einzuplanen, ebenso für den teilweise steileren Weg von der Seilbahn zum Höhleneingang.
In der Höhle selbst ist ein Höhenunterschied von ca. 135 Höhenmetern zu bewältigen; 700 Stufen führen hinauf, und 700 Stufen sind wieder hinunter zu gehen.

Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich!

Eisriesenwelt

Geschichte

Entdeckt wurde die Höhle 1879 vom Salzburger Naturforscher Anton Posselt. Er drang 200 Meter weit in die Höhle vor. Weiter kam er nicht, für das steile Eis fehlte ihm die Ausrüstung. Danach geriet die Höhle weitgehend wieder in Vergessenheit.

Erst 1913 wagte ein Team von Höhlenforschern unter der Leitung von Alexander von Mörk einen erneuten Vorstoß und gelangten weit in die Höhle hinein. – Ein Jahr später begann der erste Weltkrieg und Alexander von Mörk mußte zum Militär einrücken. Er kehrte nicht mehr zurück.
(Gemäß seinem Wunsch wurde er in der Eishöhle beigesetzt, und zwar im von ihm entdeckten sogenannten „Alexander von Mörk  Dom“.)

Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Höhle weiter erforscht. Vor allem Friedrich Ödl trug viel zu weiteren Erkundung bei.

1920 wurde eine Forscherhütte sowie erste Steighilfen errichtet und es fanden erste Führungen für Besucher statt. Ab 1924 war die Höhle durchgehend mit einem Holzsteg erschlossen. 1925 wurde ein Schutzhaus errichtet und nach Friedrich Ödl benannt (Dr. Ödl Haus).

1955 wurde die Seilbahn eröffnet, die den Besuchern einen wesentlichen Teil des steilen Weges ersparte.