Das Erzstift St. Peter befindet sich mitten in der Salzburger Altstadt neben dem Dom und am Fuße der Festung.

ACHTUNG: Im Zeitraum von September 2018 bis September 2019 erfolgt die notwendige Renovierung der Kirche St. Peter. – Während dieser Zeit ist die Kirche geschlossen!
Die Renovierung der Stiftskirche kostet ca. 12 Millionen Euro. Die Erzabtei ersucht dazu um Spenden.

Bilder zur Renovierung der Kirche finden Sie auf den Seiten der Erzabtei St. Peter.

Im Benediktiner Erzstift leben und wirken seit über 1300 Jahren Mönche; es ist damit das älteste Kloster im deutschen Sprachraum mit einer ungebrochenen Kontinuität. Heute leben 22 Mönche im Kloster St. Peter, ihr Erzabt ist Pater Korbinian Birnbacher, OSB.

Das Kloster wurde im Jahre 696 vom hl. Rupert, vormals Bischof von Worms, gegründet. Bis zum Jahre 987 war der Abt des Klosters gleichzeitig der Erzbischof von Salzburg. Selbst anschließend blieb das Kloster St. Peter noch bis ins Jahr 1110 Sitz des Salzburger Erzbischofs.
1927 wurde das Stift St. Peter zur Erzabtei erhoben.

 

 

 

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Besichtigung

Für Gruppen und Schulklassen werden kostenlose Führungen angeboten, dazu ist eine Anmeldung notwendig. – Zur Anmeldung.
Für Einzelpersonen gibt es keine Führungen.

Die Stiftskirche ist von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Sie steht nach vorheriger Absprache (Kontakt) für Taufen und Hochzeiten zur Verfügung.

 

Öffnungszeiten Friedhof:
April bis September: 06:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Oktober bis März: 06:30 Uhr bis 18:00 Uhr

 

Öffnungszeiten der „Katakomben“:
Mai – September: täglich von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Oktober – April: täglich von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Schaustücke aus den Sammlungen der Erzabtei St. Peter und ein Überblick über die 1.300-jährige Geschichte des Klosters sind im „Domquartier“ zu finden.

Renovierung der Kirche St. Peter: September 2018 bis September 2019

Fortschritt der Renovierung/Bilder

Im Zeitraum September 2018 bis September 2019 muß die Kirche St. Peter renoviert werden. Während dieser Zeit ist die Kirche geschlossen!

Vor allem Feuchtigkeit setzte der Kirche zu, aber auch der Holzwurm beschädigte die aus Nußholz bestehenden Rokoko – Kirchenbänke aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stark.
Es sind unter anderem folgende Maßnahmen notwendig:

  • vollständige Renovierung der Gruft, in der die meisten Äbte des Erzstiftes beerdigt sind
  • Erneuerung der Kuppel
  • Erneuerung der Bausubtanz der Kirche;
    Salze, Minerale und Feuchtigkeit zerfraßen teilweise den Untersberger und Adneter Marmor.
  • Erneuerung des äußeren Hauptportales
  • Neugestaltung des Altarraumes
  • Renovierung der Rokoko – Sitzbänke aus Nußholz

Die Renovierung wird in etwa 12 Millionen Euro kosten.

Das Erzstift St. Peter ersucht dazu um Spenden, Spendenkonto:
Bundesdenkmalamt, 1010 Wien, BAWAG P.S.K
IBAN AT07 0100 0000 0503 1050, BIC BUNDATWW
Verwendungszweck: A95

Stiftskirche

Archäologische Funde lassen vermuten, daß die erste Stiftskirche schon bald nach dem Tod des heiligen Ruperts (ca. 650 bis 718) errichtet wurde, und zwar in etwa im Ausmaß des heutigen Mittelschiffes.

Die Kirche brannte bei einem Stadtbrand im Jahr 1127, bei dem unter anderem auch der Dom zerstört wurde, nieder. 1131 bis 1143 wurde die Kirche als dreischiffige romanische Basilika wieder aufgebaut; die bauliche Substanz der heutigen Kirche geht auf diesen Bau zurück.
Ursprünglich hatte die Basilika eine flache Holzdecke. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche eingewölbt, 1625 wurde mit dem Bau der Kuppel begonnen.

Abt Beda Seeauer ließ die romanische Kirche in der Zeit von 1760 bis 1782 im Stil des Rokoko umbauen und mit Marmoraltären ausstatten. – Damit erhielt die Stiftskirche ihr heutiges Aussehen.

Im rechten Seitenschiff der Kirche befindet sich das Felsengrab, in dem der heilige Rupert begraben gewesen sein soll. In einer rechten Seitenkapelle ist das Grabmal Michael Haydns zu finden.

 

–> Virtueller Rundgang durch die Stiftskirche

Friedhof

Der Friedhof, hinter der Kirche am Fuße des Festungsbergs gelegen, ist der älteste Friedhof Salzburgs. Seine heutige Form erhielt er um das Jahr 1627.
Im St. Peters Friedhof ruht unter anderem der Baumeister des Salzburger Doms, Santino Solari.

Im Friedhof gibt es mehrere Kapellen, so zum Beispiel die gotische Margarethenkapelle, die 1491 erbaut wurde.

Katakomben

Rechts der Stiftskirche, etwas über dem Friedhof, sind in den Felsen des Festungsberges die sogenannten „Katakomben“ hineingebaut. Hierbei handelt es sich um frühchristliche Gebetsstätten, in denen sich auch Mönche als Einsiedler zurückzogen.
Somit würde der ursprüngliche Name „Eremitorium“ besser als Bezeichnung passen.

Im Felsen befinden sich die Gertrauden- und die Maximuskapelle, deren Alter man auf ca. 1700 Jahre schätzt.

Bibliothek

In St. Peter befindet sich die älteste Bibliothek Österreichs, welche in etwa 100.000 Bestände umfaßt. Das wohl kostbarste Stück der Bibliothek ist eine Handschrift; und zwar das „Verbrüderungsbuch“, das von Bischof Virgil im Jahre 784 angelegt wurde.

1768 wurde die Bibliothek im Rokokostil umgestaltet, 1999 wurde sie restauriert. Die Bibliothek wurde (in 7 ehemaligen Novizenzellen) als Zellenbibliothek angelegt und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Stiftskeller:

Für das leibliche Wohl sorgt der Stiftskeller, der in zwölf historischen Stuben Speis und Trank bietet.
Weiters verfügt er über einen wunderschönen Innenhof, der im Sommer u.a. für Veranstaltungen genutzt werden kann und in dem um Weihnachten ein Christkindlmarkt veranstaltet wird.