Die Festung Hohensalzburg ist Europas größte vollständig erhaltene mittelalterliche Burg und die größte Burg Österreichs. Sie liegt 119 Meter über der Stadt Salzburg und umfaßt eine Fläche von 30.000 m². Die Burg verzeichnet jährlich knapp einer Million Besucher.

Mit dem Bau der Festung begann Erzbischof Gebhard im Jahre 1077; ihr heutiges Aussehen erhielt sie hauptsächlich in den Jahren 1495 bis 1519 durch Erzbischof Leonhard von Keutschach.

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Festungsbesuch

Die Festung ist entweder über die im Jahre 1891 errichtete Festungsbahn oder zu Fuß erreichbar. Der Fußweg führt vom Kapitelplatz vorbei am Stiegl-Keller über einen teilweise steilen Weg in die Festung, ein Eintritt ist auch beim Aufstieg zu Fuß zu entrichten.
Im Eintrittspreis inkludiert ist eine Führung durch die Festung mittels Audio-Guide.

Die Festung ist das ganze Jahr über geöffnet und dient als Veranstaltungsort, z. B. für Konzerte oder einen Christkindlmarkt im Dezember.

Auf der Burg laden zwei Restaurants ein: Das Panorama-Restaurant und die Burgschenke, die beide auch für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

In der Festung bieten den Besuchern 3 Museen Informationen an:

 

Bis heute veranstaltet die „Internationale Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg“ Kurse auf der Festung Hohensalzburg. Die Sommer-Malerakademie auf der Festung Oskar Kokoschka (1886-1980) ins Leben.

Eingang zur Festungsbahn
(Festungsgasse 4, 5020 Salzburg)

Entstehung/Geschichte

 

1077 – Baubeginn:

Im Jahre 1077 begann Erzbischof Gebhard mit dem Bau einer Festung, welche aus einer Kirche, einem Wohngebäude und einem diese umfassenden Mauerring bestand. Im Rahmen mehrerer Erweiterungen wurde im Jahr 1462 die Mauer durch vier Türme verstärkt.

 

Ausbau der Festung:

Vor allem Erzbischof Leonhard von Keutschach baute die Festung in den Jahren 1495 bis 1519 aus. Er ließ unter anderem die prächtig ausgestatteten Fürstenzimmer und die St. Georgs Kirche errichten und weiters eine Zisterne anlegen, um bei einer Belagerung die Wasserversorgung sicherzustellen. Der „Salzburger Stier“, eine mit einer Walze betriebene Orgel, wurde ebenfalls unter Leonhard von Keutschach errichtet. Der Erzbischof zeigte mit dem Ausbau der Festung seine Macht.
In dieser Zeit erhielt die Festung im großen und ganzen ihr heutiges Aussehen. Das Wappen Leonhards von Keutschach, das eine Rübe enthält, findet sich noch heute an vielen Stellen der Festung.

Das Geld für den Ausbau der Festung stammte hauptsächlich aus dem Salzabbau sowie aus dem Goldabbau in den Tauern.

 

Belagerung während des Bauernaufstandes:

Unter Erzbischof Kardinal Matthäus Lang von Wellenburg wurde die Festung das einzige Mal belagert; und zwar vom 5. Juli bis 31. August 1525 bei einem Aufstand der Bauern und Bergknappen gegen den Erzbischof. Eine von den Aufständischen abgefeuerte Kugel drang in den Goldenen Saal ein und beschädigte dort eine Marmorsäule. (Die beschädigte Marmorsäule ist bis heute erhalten.) Die Festung konnte jedoch nicht eingenommen werden. Schließlich einigte man sich und der Aufstand war beendet.

 

Gefängnis für Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau:

Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 – 1612), der sich große Verdienste um die Gestaltung der Stadt Salzburg erworben hat, wurde die letzten Jahre seines Lebens auf der Festung gefangen gehalten. – Nach einem Einmarsch der Salzburger Truppen in Berchtesgaden marschierten die Bayern in Salzburg, setzten Wolf Dietrich von Raitenau als Erzbischof ab und bestimmten Markus Sittikus Graf von Hohenems als seinen Nachfolger.

 

30-jähriger Krieg und Abschluß des Festungsausbaues:

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) erfolgte unter Erzbischof Paris Lodron ein weiterer Ausbau der Festung: Er ließ vor allem vorgelagerte Basteien und andere Vorbauten errichten.

Mit der Errichtung der „Kuenburg-Bastei“ im Jahr 1681 durch den gleichnamigen Erzbischof war der Ausbau der Festung Hohensalzburg im wesentlichen abgeschlossen.

 

Napoleon:

Im Dezember 1800 marschierten im Rahmen der napoleonischen Kriege die Franzosen in Salzburg ein. Auf die Drohung hin, die Stadt Salzburg niederzubrennen, wurde die Festung kampflos übergeben.

 

Ende des Erzbistums Salzburg:

Nach dem Ende des Erzbistums 1803 wurde die Festung als Depot und Kaserne, teilweise auch als Gefängnis, genutzt. 1851 erfolgte eine notwendige umfangreiche Sanierung.

 

Touristische Nutzung:

1891 wurde in Folge zunehmenden Tourismus die Festungsbahn gebaut, eine Standseilbahn von der Stadt zur Festung hinauf.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Festung, ein Wahrzeichen Salzburg, zunehmend zu einem touristischen Anziehungspunkt.