Die Franziskanerkirche, mitten in der Salzburger Altstadt gelegen, ist eine der ältesten Kirchen Salzburg und vereint heute 3 Stilrichtungen in ihr: Romanik, Gotik und Barock.

Die Kirche gehörte bis 1139 zum Stift St. Peter, von 1189 bis 1635 war sie unter anderem Stadtpfarrkirche von Salzburg, danach folgte ihr der Dom als Stadtpfarrkirche. 1592 übergab Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Kirche den Franziskanern als Klosterkirche.

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Öffnungszeiten:

Die Kirche ist täglich von 6:30 Uhr bis 19:30 geöffnet. Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich!

Geschichte

 

Die erste Kirche, geweiht der heiligen Mutter Gottes

Sie wurde auf einer frühchristlichen Gebetsstätte errichtet und von Bischof Virgil (ca. 700 bis 184) der heiligen Mutter Gottes geweiht.
Von der ursprünglichen Marienkirche blieb nach einem Brand im Jahr 1167 nur mehr das wieder aufgebaute und bis heute erhaltene spätromanische Langhaus.

 

Errichtung des gotischen Hallenchors:

Beim Stadtbrand von 1267 wurde die Kirche wiederum großteils zerstört. Nach 1408 wurde unter der Leitung von Hanns von Burghausen ein Neubau begonnen und es entstand der gotische Hallenchor mit den schlanken Rundpfeilern. Vollendet wurde der Chorbau 1432.

 

Turm:

Der Turm wurde 1498 nach zwölfjähriger Bauzeit vollendet. 1670 mußte die Turmspitze abgetragen und durch eine Turmhaube ersetzt werden, damit der Turm nicht den neben ihr stehenden Dom überragt.

Die schwerste Glocke im Turm mit Namen „Maria“ wiegt 2.650 kg und stammt aus dem Jahre 1468.

 

Barock:

Der von Michael Pacher in den Jahren 1495 bis 1498 geschaffene gotische Flügelaltar wurde 1709 abgetragen und ist heute nur mehr in Teilen erhalten. Statt dessen schuf Fischer von Erlach einen neuen barocken Hochaltar. Die Madonna des alten Altares wurde in den neuen Hochaltar übernommen und stellt dessen Mittelpunkt dar.

Im Rahmen der Errichtung des neuen barocken Hochaltars wurden auch die Kapellen des Chorumganges barockisiert.

 

Pestaltar:

Einer der Seitenaltäre wurde 1704 von der Stadt Salzburg auf Grund eines Gelübdes aus der Pestzeit gestiftet und wird daher bis heute noch als „Pestaltar“ bezeichnet.