Ca. 40 km südlich von Salzburg liegt die Burg Hohenwerfen und beherrscht dort das Salzachtal, eine wichtige Nord-Süd Route.

Mit dem Bau der Burg wurde in den Jahren 1075 bis 1078 im Auftrag des Salzburger Erzbischofes begonnen. Nach einer wechselvollen Geschichte gelangte die Burg nach Ende des zweiten Weltkrieges in das Eigentum des Landes Salzburg. Dieses nutzte sie als Gendarmerie – Schule. Seit 1987 steht die Burg Hohenwerfen Besuchern zur Verfügung.

Ein zusätzlicher Höhepunkt für die Besucher ist die auf der Burg stattfindende Greifvogelschau, unter anderem mit Falken, Geiern und Adlern.

–> Photogallerie

–> Google Maps

Besuch

Die Burg hat von 30.03.2018 bis 04.11.2018 geöffnet, aktuell von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr (18.08.2018 bis 30.09.2018), Burgführungen gibt es jeweils um 10:00 Uhr, 12:00 Uhr, 13:00 Uhr, 14:00, 16:00 Uhr und 17:00 Uhr.

Flugvorführungen der Greifvögel sind um 11:15 Uhr und um 15:15 Uhr.

Eintrittspreise:

  • Erwachsene mit Lift: EUR 16,– / ohne Lift: EUR 12,–
  • Kinder (6 bis 15 Jahre) mit Lift: EUR 9,00 / ohne Lift EUR 6,50
  • Familie mit Lift: EUR 38,– / ohne Lift: EUR 28,50
  • Online Ticktes ab EUR 12,50: zum Online Ticket

Die Burg erreicht man entweder mit dem Lift, der die Besucher direkt vom Parkplatz in den Burghof bringt, oder zu Fuß über einen eigenen Fußweg (Gehzeit bis zum äußersten Burgtor ca. 15 Minuten, festes Schuhwerk wird empfohlen).

Kostenlose Parkplätze, auch für Reisebusse, sind vorhanden.

 

Restaurant:

Die auf der Burg befindliche Burgschenke lädt die Besucher zu einer Stärkung ein.

Die Burgschenke bietet auch ein Ritteressen an, dazu ist eine Voranmeldung erforderlich.
Voranmeldung unter per E-Mail: burgschenke.werfen@sbg.at oder per Telefon: +43 (0)6468 5203 

Geschichte

Baubeginn

Gleich wie die Festung Hohensalzburg wurde auch die Burg Hohenwerfen vom Salzburger Erzbischof Gebhard beauftragt. In den Jahren 1075 bis 1078 wurde mit dem Bau begonnen, und etwa um 1127 erfolgte die Fertigstellung des ersten Burgbaus. Dabei hatte die damals errichtete Burg bei weitem noch nicht die heutige Größe, sondern wurde im Laufe der Zeit ständig erweitert.

 

Bauernkrieg und weiterer Ausbau

Im Rahmen der Bauernkriege wurde die Burg 1525 angezündet und erheblich zerstört. Nach der Niederwerfung der aufständischen Bauern wurde sie von Erzbischof Matthäus Lang wieder aufgebaut und gleichzeitig erweitert.

Erzbischof Johann Jakob Khuen-Belasy (1560-1586) ließ die Burg Hohenwerfen durch italienische Baumeister weiter ausbauen, wodurch die Festung in etwa ihren heutigen Charakter erhielt.

 

Verfall und Wiederaufbau

im 17. und 18. Jahrhundert diente die Burg hauptsächlich als Gefängnis. Mit dem Ende des selbständigen Erzbistums Salzburg im Jahre 1803 verfiel die Burg.

Erzherzog Johann beendete schließlich den verfall und ließ die Burg in den Jahren 1824 bis 1833 wieder herstellen. In weiterer Folge diente sie vor allem als Jagdschloß

 

Erzherzog Eugen

Im Jahre 1898 erwarb Erzherzog Eugen von Österreich (1863 – 1954) die Burg Hohenwerfen und baute sie zu seinem Fürstensitz aus. Sie beherbergte auch seine große Kunst- und Waffensammlung.

1931 zerstörte ein Brand wesentliche Teile der Festungsanlage. Erzherzog Eugen ließ die Burg jedoch wieder aufbauen.

1938, nach dem Anschluß Österreichs an Deutschland, mußte er die Burganlage an die nationalsozialistische Gauleitung verkaufen.

 

Gendarmerie-Schule und Erlebnisburg

Nach dem zweiten Weltkrieg erwarb das Land Salzburg das Eigentum an der Burg Hohenwerfen. Und in weiterer Folge wurde die Burganlage als Gendarmerie – Schule genutzt.

Ab 1987 wird die Burg Hohenwerfen touristisch genutzt und steht den zahlreichen Besuchern als Erlebnisburg zur Verfügung.

Greifvögel/Landesfalkenhof

Seit sehr langer Zeit setzt der Mensch Greifvögel für die Jagd ein.

Auf der Burg Hohenwerfen wird den Besuchern eine eindrucksvolle Greifvogel – Vorführung geboten, zu sehen sind unter anderem Adler, Geier und Falken. Angeschlossen ist ein Falknereimuseum und ein Greifvogel-Lehrpfad.

Neben der Burg Hohenwerfen befindet sich der nicht öffentlich zugängliche Salzburger Landesfalkenhof.