Das Schloß Mirabell liegt auf der rechten Seite der Salzach und ist von einem prachtvollen Garten umgeben. Heute ist das Schloß der Sitz des Salzburger Bürgermeisters und beinhaltet Teile der Stadtverwaltung. Unter anderem befindet sich im Schloß das Standesamt und einer der wohl schönsten Trauungssäle, der Marmorsaal. Zu erreichen ist dieser über eine marmorne Prunkstiege, die sogenannte Georg-Raphael-Donner-Stiege.
[Film: Heiraten in Salzburg]

Der prunkvolle Garten beinhaltet unter anderem eine Orangerie mit Palmenhaus (errichtet um 1725), ein Heckentheater, in dem noch gelegentlich kleine Aufführungen oder Konzerte dargeboten werden, und den sogenannten „Zwergerlgarten“. Im ursprünglichen“ Zwergerlgarten“, entstanden 1690/91, waren 28 Marmorzwerge zu finden, allerdings wurde dieser um 1800 zerstört. – Heute warten wieder verschiedene Marmorzwerge auf die Besucher.

Von der Gartenanlage aus bietet sich ein wunderschöner Blick auf den auf der anderen Seite der Salzach gelegenen Dom und die Festung Hohensalzburg. Im Sommer werden den Besuchern im Garten regelmäßig Konzerte dargeboten.

 

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Besichtigung

Der Mirabellgarten ist täglich von ca. 6:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, die im Garten befindliche Orangerie ganzjährig von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Der Zwergerlgarten ist während der Wintermonate geschlossen.

Im Schloß Mirabell, dem Amtssitz des Salzburger Bürgermeisters, befinden sich hauptsächlich Büros. Besichtigt werden kann die Barockstiege sowie der Marmorsaal.
Die Barockstiege täglich von ca. 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
Der Marmorsaal am Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von ca. 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und am Freitag von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Finden im Marmorsaal Veranstaltungen statt, ist keine Besichtigung möglich.

Konzerte

Im Marmorsaal finden regelmäßig Konzerte statt, die Termine und das Konzertprogramm finden Sie unter Schloßkonzerte Salzburg.

Im Mirabellgarten werden in den Monaten Mai bis August Promenaden- und Leuchtbrunnenkonzerte veranstaltet: Jeweils am Sonntag von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr ein Promenadenkonzert, und jeweils am Mittwoch von 20:30 bis 21:30 ein Leuchtbrunnenkonzert.

Die nächsten Termine:

Promenadenkonzert Sonntag, 29.07.2018: Eisenbahner-Musikkapelle Salzburg
Leuchtbrunnenkonzert Mittwoch, 01.08.2018: Musikkapelle Hohensalzburg
Promenadenkonzert Sonntag, 05.08.2018: Stadtmusik Salzburg
Leuchtbrunnenkonzert Mittwoch, 08.08.2018: Postmusikkapelle Salzburg
Promenadenkonzert Sonntag, 12.08.2018: Trachtenmusikkapelle Maxglan
Promenadenkonzert Mittwoch, 15.08.2018 (Feiertag): Rainermusikkapelle Salzburg
Promenadenkonzert Sonntag, 19.08.2018: Musikkapelle Hohensalzburg
Leuchtbrunnenkonzert Mittwoch, 22.08.2018: Trachtenmusikkapelle Maxglan
Promenadenkonzert Sonntag, 26.08.2018: Trachtenmusikkapelle Aigen
Leuchtbrunnenkonzert Mittwoch, 29.08.2018: Polizeimusikkapelle Salzburg

Entstehung/Geschichte

Errichtung durch Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau

Wie so vieles in Salzburg stammt auch das Schloß Mirabell von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Er ließ das Schloß um 1606 außerhalb der damaligen Stadtmauern für seine Geliebte Salome Alt und seine 15 Kinder errichten. – Von diesem ursprünglichen Bau sind heute nur mehr Mauerreste erhalten.

 

Namensgebung Mirabell

Erzbischof Wolf Dietrich nannte es Schloß Altenau. Nachdem er jedoch von seinem Nachfolger und Neffen, Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, auf der Festung Hohensalzburg in Haft genommen wurde, vertrieb dieser die Geliebte Wolf Dietrichs samt Kinder von Schloß Altenau und benannte dieses in Schloß Mirabell um.

 

Ausbau zur barocken Schloßanlage

Erzbischof Franz Anton Harrach beauftragte den barocken Baumeister Lukas von Hildebrand mit dem Umbau des Schlosses zu einer barocken Schloßanlage, und in den Jahren 1710 und 1721 bis 1726 erfolgte der Umbau.

 

Brand und Wiederaufbau:

Ein Stadtbrand zerstörte das Schloß im Jahr 1818 erheblich. Es wurde im Anschluß zwar nach Plänen von Johann G. Hagenauer im damaligen klassizistischen Stil wieder aufgebaut, verlor dabei aber viel von seinem barocken Erscheinungsbild, unter anderem wurde der Turm in der Mitte der Ostfassade abgetragen.

Die Gartenanlage hingegen blieb beim Brand weitgehend unversehrt. Die heutige Anlage entspricht im wesentlicher jener von Fischer von Erlach errichteten.

 

Nutzung durch die Stadt Salzburg

1866 gelangte das Schloß gegen eine Entschädigung in das Eigentum der Stadt Salzburg, und zwischen 1947 und 1950 wurde dort der Amtssitz des Bürgermeisters eingerichtet.