Mozart – ein großer Sohn Salzburgs
(1756 bis 1791)

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27.01.1756 in Salzburg, in der Getreidegasse Nr. 9, geboren und ist wohl einer der bekanntesten Söhne Salzburgs.

Sein Geburtshaus in der Getreidegasse sowie das spätere Wohnhaus der Familie Mozart am Makartplatz beinhalten heute Museen. (Die beiden Häuser sind ca. 5 Minuten Fußmarsch voneinander entfernt, und es gibt ein Kombi-Ticket.)

Weltbekannt ist heute unter anderem die nach ihm benannte Musikuniversität Mozarteum in Salzburg.

Die Festspiele errichteten im Rahmen des Umbaues des ehemaligen Kleinen Festspielhaus in den Jahren 2003 bis 2006 das „Haus für Mozart“, das im Jahr 2006 anläßlich des Mozartjahres eröffnet wurde.

In Salzburg trifft man an vielen Orten auf Wolfgang Amadeus Mozart.


Mozarts Geburtshaus

Geboren wurde Wolfgang Amadeus Mozart am 27.01.1756 in der Getreidegasse Nr. 9, dem sogenannten „Hagenauerhaus“, im Herzen des fürsterzbischöflichen Salzburgs. Sein Vater war Leopold Mozart, zu dieser Zeit fürsterzbischöflicher Kammermusiker unter Erzbischof Sigismund III. Christoph von Schrattenbach.

Das Haus wurde 1917 von der Internationalen Stiftung Mozarteum erworben, die darin in weiterer Folge ein Museum errichtete. Auf drei Stockwerken sind vor allem die Lebensumstände Mozarts dargestellt. – Heute ist dieses Museum eines der meistbesuchten der Welt.

 

Besuch:

Getreidegasse 9, 5020 Salzburg

Das Museum ist täglich von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet, in den Monaten Juli und August von 8:30 Uhr bis 19:00 Uhr.

Für den Besucher stehen Handy-Textguides zur Verfügung, der Besuch dauert in etwa eine Stunde. Gesonderte Führungen sind möglich, diese sind ca. 14 Tage vor dem beabsichtigen Besuchstermin anzumelden [E-Mail: museum.service@mozarteum.at]. – ACHTUNG: Das Museum ist nicht für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.
Im Museum ist photographieren verboten; Rücksäcke, Reisetaschen oder ähnliches dürfen nicht mitgenommen werden.

 

Inhalt (Beschreibung gem. dem Internet-Auftritt des Museums):

1. Stock: Alltag und Reisen, Wohnatmosphäre

2. Stock: Opernkompositionen Mozarts (u.a. historische und zeitgenössische Bühnenbildmodelle und Kostüme), Ausstellung von Mozarts Clavichord, auf dem er unter anderem die Zauberflöte komponiert hat, sowie des gem. Museum wohl berühmtesten, unvollendet gebliebenen Mozartporträts von Joseph Lange.

3. Stock: Wohnung der Familie Mozart, Ausstellung von Mozarts Kindergeige, von Originalporträts und Dokumenten. Weiters wird von seiner Zeit in Wien bis hin zu seinem Tod erzählt.


Mozarts Wohnhaus

1773, nach der dritten Wienreise, zog die Familie Mozart in die deutlich größere Wohnung am Makartplatz. Wolfgang Amadeus Mozart wohnte dort bis zu seinem Umzug nach Wien im Jahre1781, sein Vater Leopold Mozart lebte dort bis zu seinem Tod 1787.

Im 2. Weltkrieg wurde der Großteil des Hauses von einer Bombe zerstört. Später kaufte die Stiftung Mozarteum das Haus und ließ Mozarts Wohnhaus originalgetreu wieder aufbauen; 1996 konnte es eröffnet werden.

 

Besuch:

Makartplatz 8, 5020 Salzburg

Das Museum ist täglich von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet, in den Monaten Juli und August von 8:30 Uhr bis 19:00 Uhr.

Für den Besucher stehen kostenlos Audio-Guides zur Verfügung, der Besuch dauert in etwa eineinhalb Stunden. Auch hier sind nach Anmeldung gesonderte Führungen möglich [Anmeldungen mittels E-Mail: museum.service@mozarteum.at].

 

Inhalt (Beschreibung gem. dem Internet-Auftritt des Museums):

Das Museum widmet sich hauptsächlich Mozarts kompositorischem Schaffen während seiner Salzburger Jahre und dem gesellschaftlichen Umfeld der Familie Mozart. Gezeigt wird unter anderem Mozarts Original-Hammerklavier.


Mozartplatz

Den heutige Mozartplatz ließ Erzbischof Wolf Dietrich im Jahr 1588 schaffen.

Die bronzerne Mozartstatue wurde 1842 im Beisein zweier Söhne Mozarts (Franz Xaver und Carl Thomas) enthüllt, Mozarts Witwe Constanze verstarb kurz vor der Enthüllung.


Das Mozarteum

Universität Mozarteum Salzburg – wo aus Begabung Exzellenz wird.“ – So heißt es auf den Internet-Seiten der Universität Mozarteum.

Universität:

Die Universität Mozarteum bietet mehr als 40 künstlerische und pädagogische Studienrichtungen aus den Bereichen Musik sowie darstellende und bildende Kunst an.

500 Lehrende, darunter auch bekannte Künstler, bilden ca. 1.700 Künstler aus aller Welt aus. Die Ausbildung umfaßt unter anderem zahlreiche Instrumentalfächer, Komposition, Dirigieren, Gesang, Schauspiel, Regie, Bühnenbild, Tanzpädagogik und Musikwissenschaft.

[Broschüre Mozarteum]

 

Geschichte:

Zum 50. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1841 wurde in Salzburg der Verein „Dommusikverein und Mozarteum“ gegründet, dessen Ziel die Pflege der Musik in Salzburg war.

1870 erfolgte die Gründung der Internationalen Mozartstiftung zum Zwecke der Förderung begabter Musiker. 1881 übernahm die Stiftung die ein Jahr davor gegründete „Öffentliche Musikschule Mozarteum“ und änderte ihren Namen auf „Internationale Stiftung Mozarteum“.

1998 entstand aus der ehemaligen Musikschule die heutige „Universität Mozarteum Salzburg“.

Mozart


Übersicht über Mozarts Leben:
(1756 bis 1791)

 

Kindheit

Geboren am 27.01.1756 in Salzburg in der Getreidegasse Nr. 9 und einen Tag darauf im Salzburger Dom auf den Namen „Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus“ getauft. Er war das siebte Kind seiner Eltern, aber nur das zweite, das die ersten Lebensjahre überlebte.
Sein Vater stammte aus Augsburg und war zum Zeitpunkt der Geburt von Wolfgang Mozart fürsterzbischöflicher Kammermusiker.

Schon im Alter von vier Jahren erhielten Wolfgang und seine Schwester Maria Anna Musikunterricht. Dabei zeigte sich sehr bald die außergewöhnliche Begabung Wolfgangs. 1762, also im frühen Alter von 6 Jahren, erfolgten seine ersten Auftritte. In diesem Jahr begannen auch die Konzertreisen der Familie Mozart, unter anderem nach München. 1763 begann eine dreijährige Tournee durch Westeuropa.

 

Mozarts weitere Zeit in Salzburg

Fürsterzbischof Colloredo, 1772 zum Salzburger Fürsterzbischof gewählt, ernannte Wolfgang Mozart zum Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle. Auch nach dieser Ernennung unternahm Wolfgang Mozart diverse Reisen durch Europa.

Nach der Rückkehr von einer Reise nach Wien übersiedelte die Familie Mozart 1773 von der Getreidegasse in eine neue, größere Wohnung am Makartplatz, dem sogenannten Tanzmeisterhaus.

Mozart litt allerdings unter dem strengen Regeln des Salzburger Erzbischofes. Nachdem der Erzbischof mehrmalige Urlaubsgesuche Mozarts abgelehnt hatte, nahm er dies zum Anlaß, um 1777 um Entlassung aus der Salzburger Hofkapelle zu ersuchen.

Anschließend begab er sich mit seiner Mutter auf eine Reise durch Europa, unter anderem nach Paris, um in anderen Städten eine Anstellung zu suchen. – Allerdings erfolglos.
Während dieser Reise, im Juli 1778, verstarb seine Mutter.

Im Jänner 1779 kehrte Mozart nach Salzburg zurück und wurde dort zum Hoforganisten ernannt. Allerdings blieb das Verhältnis zum Salzburger Erzbischof angespannt, und im Sommer 1781 kündigte Mozart seine Anstellung in Salzburg.

 

Mozart in Wien

Nach seiner Trennung vom Salzburger Fürsterzbischof übersiedelte Mozart nach Wien und lebte hauptsächlich von Konzerten, die er gab. In dieser Zeit schuf Mozart viele seiner bekannten Werke, so zum Bespiel „Die Entführung aus dem Serail“ (1782), „Figaros Hochzeit“ (1786), „Don Giovanne“ (1787), „Cosi fan tutti“ (1790) und die „Zauberflöte“ (1791).

Im August 1782 heiratete Mozart Constanze Weber, die ihm sechs Kinder gebar. Allerdings überleben nur zwei davon ihre Kinderzeit: Karl Thomas Mozart und Franz Xaver Wolfgang Mozart.

 

Mozarts Tod

Kurze Zeit nach der Uraufführung der Zauberflöte am 30.09.1971 erkrankte Mozart, und am 05.12.1791 verstarb er, nicht einmal 36 Jahre alt.

Sein begonnenes Requiem konnte er nicht mehr fertigstellen, dies vollendete sein ehemaliger Schüler Franz Xaver Süßmayer.