Nördlich des Doms befindet sich der Residenzplatz. Dieser wurde, wie andere Plätze auch, von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1559 bis 1617) geschaffen. Dazu ließ er einige Bürgerhäuser abreißen und den dort befindlichen Domfriedhof auflassen und teilweise verlegen.

Westlich des Plates findet sich die Alte Residenz, und östlich gegenüber die Neue Residenz. Im Norden ist der Platz durch Bürgerhäuser und die St. Michaels Kirche begrenzt.

Heute finden auf dem Residenzplatz verschiedene Veranstaltungen statt, so zum Beispiel der Salzburger Christkindlmarkt im Dezember und der Rupertikirtag im September eines jeden Jahres.

 

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Der Residenzbrunnen

In der Mitte des Platzes befindet sich der Residenzbrunnen, der größte Brunnen Salzburgs.

Erzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein ließ den Brunnen zwischen 1656 und 1661 errichten, geschaffen wurde er vermutlich von Tommaso di Garona.
Von Juli 2008 bis Juni 2009 wurde der Brunnen um mehr als eine Million Euro restauriert.

 


Alte Residenz

Westlich des Platzes befindet sich die „Alte Residenz“, der erzbischöfliche Palast, mit über 180 Sälen und Zimmern; darunter der große und prunkvolle „Carabinierisaal“.

Anfangs waren die Salzburger Erzbischöfe gleichzeitig Abt des Klosters St. Peter und hatten daher ihren Sitz im Kloster. Im Jahr 1124 wurde im Bereich der nunmehrigen Residenz ein neuer Bischofssitz errichtet.

Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau begann ab 1596 das alte Gebäude abzureißen und im Stil der Spätrenaissance eine neue Residenz zu errichten. Erweiterungen und Umbauten durch nachfolgende Erzbischöfe folgten.

Nach Ende des Fürsterzbistums Salzburg (1803, ab 1816 wird Salzburg endgültig ein Teil Österreichs) diente die Residenz bis 1918 Mitgliedern des Österreichischen Kaiserhauses als Wohnsitz.

Heute werden die Prunkräume für Veranstaltungen genutzt, im 2. Stock befindet sich die Residenzgalerie, in der erhaltenen Gemälde der Gemäldesammlung der Fürsterzbischöfe ausgestellt sind. Und im sogenannten Toscanatrakt ist die juridische Fakultät der Universität Salzburg untergebracht.
Seit Mai 2014 ist die Alte Residenz Teil des Museums „DomQuartier“.


Neue Residenz

Auch die „Neue Residenz“, die sich östlich des Platzes befindet, wurde im Auftrag von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. Sie sollte ursprünglich als Wohnsitz für seine Geschwister dienen, wurde in weiterer Folge aber vermutlich als repräsentative Herberge für fremde Fürsten genutzt.

Erzbischof Johann Ernst Graf Thun (1687–1709) erhöhte den bereits vorhandenen Turm und ließ darin das Glockenspiel errichten, welches im Jahr 1703 das erstemal erklang.

Heute befindet sich in der Neuen Residenz das Salzburg Museum; ebenso ist dort das „Sattler Panorama“ zu finden.