Die barocke Kirche weist eine Länge von 101 Metern auf, die Türme sind 81 Meter hoch, die Kuppel 79 Meter. Sie bietet Platz für 900 Sitzplätze. Der Salzburger Dom zählt zum Weltkulturerbe. Er steht großteils frei in der Stadt und ist umgeben vom Residenzplatz im Norden, dem Domplatz im Westen und dem Kapitalplatz im Süden zur Festung hin.

Der Dom ist den „Salzburger“ Heiligen Rupert und Virgil geweiht.

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Besichtigung:

Öffnungszeiten in den Sommermonaten: An Werktagen von 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr und an Feiertagen von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Führungen durch den Salzburger Dom werden ganzjährig angeboten, eine vorherige Terminvereinbarung im Büro des Dommuseums ist erforderlich (E-Mail: office@museum.kirchen.net; Telephon: +43 (0)662 8047-1870).

Im Juli und August werden Führungen angeboten. Dauer ca. 1 Stunden, Kosten EUR 5,–/Person, Kinder bis 15 Jahre sind frei. Karten sind am Domeingang erhältlich.
Die nächsten Führungen finden an folgenden Tagen statt, Treffpunkt ist jeweils um 14:00 Uhr in der Dom-Vorhalle.
Montag, 20.08.2018, Mittwoch 22.08.2018, Freitag 24.08.2018, Dienstag 28.08.2018, Mittwoch 29.08.2018, Freitag 31.08.2018

Fassade des Doms:

Die prächtige Fassade des Domes ist mit Untersberger Marmor verkleidet. Vor der Fassade, neben den Torbögen, stehen vier überlebensgroße Figuren: Die beiden äußeren Figuren stellen die beiden Patrone Salzburgs, den heiligen Rupert mit dem Salzfaß und den heiligen Virgil mit der Kirche dar. (Die Figuren stammen von Bartholomäus van Opstal aus dem Jahre 1660). Innen steht auf der linken Seite der heilige Petrus mit dem Schlüssel und rechts der heilige Paulus mit dem Schwert. (Diese beiden Figuren schuf Bernhard Michael Mandl in den Jahren 1697 – 1698.) Oberhalb auf der Balustrade stehen die 4 Evangelisten, am Giebel befinden sich die Wappen der Erzbischöfe Markus Sittikus und Paris Lodron.
Vor der Fassade des Domes wird jährlich im Rahmen der Festspiele Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ aufgeführt – ein Höhepunkt der Festspiele.

Oberhalb des Mittelfensters der Balustrade sind zwei Engel abgebildet, die eine goldene Krone halten. Und am Domplatz vor der Fassade befindet sich ein Brunner mit einer Statue der heiligen Maria Mutter Gottes. Geht man, vom Festspielhaus kommend, durch die Bögen auf den Dom zu, so sieht man, wie diese beiden Engel die Statue der heiligen Maria krönen.

Hochaltar:

Der hauptsächlich aus Marmor bestehende Hochaltar aus dem Jahre 1628 wurde vermutlich vom Architekten des Domes, Santino Solari, entworfen. Das Altarbild zeigt die Auferstehung Christi.

Glocken:

Der Dom verfügt über 7 Kirchenglocken, zwischen 715 kg und gut 14 Tonnen schwer. Zwei davon stammen noch aus dem Jahre 1628.

Die größte Glocke, die Salvator-Glocke, ist nach der Pummerin im Wiener Stephansdom (ca. 20 Tonnen), die zweitgrößte Kirchenglocke Österreichs.

Krypta:

Die Krypta des Domes wurde erst im Jahr 1959 im Rahmen der Wiederherstellung des Domes nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg geschaffen. Sie dient hauptsächlich als letzte Ruhestätte für die Salzburger Erzbischöfe und enthält auch eine Kapelle, in der Gottesdienste gefeiert werden.

Sie ist Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr für Besucher zugänglich. Während Gottesdiensten und Konzerten im Dom ist sie geschlossen.

Geschichte:

Der erste Dom von Salzburg:

Der erste Salzburger Dom, eine romanische Kirche, wurde im Jahre 774 vollendet und am 25. September vom heiligen Virgil, den Bischof von Salzburg, eingeweiht.

1167 brannte der Dom ab. – Die Grafen von Plain, Verbündete Kaiser Friedrich Barbarossas, zündeten die Stadt Salzburg an, weil der Salzburger Erzbischof Konrad II. von Babenberg den vom Kaiser ernannten Gegenpapst Viktor IV. nicht anerkannte. Dem Brand fiel auch der Dom zum Opfer.

 

Der zweite Dom von Salzburg:

10 Jahre später ließ Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach (1177 – 1183) einen neuen Dom errichten: Eine um vieles größere romanische fünfschiffige Kirche mit 5 Türmen, damals das größte Kirchengebäude nördlich der Alpen.

Im Dezember 1598 zerstörte wiederum ein Brand den großen romanischen Dom. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ daraufhin das beschädigte Gebäude abreißen und plante einen Neubau. Bevor er seine Pläne jedoch in die Tat umsetzen konnte, wurde er abgesetzt und auf der Festung Hohensalzburg in Gefangenschaft genommen.

 

Der nunmehrige Dom:

Sein Nachfolger, Erzbischof Markus Sittikus (von 1612 bis 1619 Salzburger Erzbischof) gab dem italienischen Baumeister Santino Solari den Auftrag für die Neuplanung des Domes. Santino Solari verkleinerte die ursprünglich geplanten Ausmaße des neuen Domes deutlich, und 1614 konnte der Grundstein für den ersten frühbarocken Kirchenbau nördlich der Alpen gelegt werden.
Erzbischof Markus Sittikus erlebte die Fertigstellung des Domes nicht mehr. Am 25 September 1628 weihte Erzbischof Paris Lodron den Dom ein. Das mehrtätige Einweihungsfest war wohl eines der größten historischen Feste der Stadt Salzburg. – Und dieser barocke Kirchenbau nach den Plänen Santino Solaris steht noch heute in Salzburg.

 

Zerstörung im 2. Weltkrieg:

Im 2. Weltkrieg, am 16. Oktober 1944, zerstörte eine amerikanische Bombe die Kuppel des Domes. Von 1945 bis 1959 wurde der Dom saniert und die Kuppel rekonstruiert. 1959 konnte der Dom von Erzbischof Andreas Rohracher wieder eingeweiht werden.

Unter der Orgel befinden sich die Wappen von Erzbischof Paris Lodron (links), der den Dom 1628 einweihte, und von Erzbischof Andreas Rohracher (rechts), der den Dom nach dem Wiederaufbau 1959 einweihte.